Seidenberg wird nicht bebaut

Zum Stopp des B-Planverfahrens „Gewerbegebiet Seidenberg“ nimmt die Koalition wie folgt Stellung:

„Auf Wunsch der beiden Siegburger Gewerbebetriebe hat die Koalition beiden Betrieben die Möglichkeit gegeben, unter Einhaltung aller Auflagen ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Im Planverfahren hat sich nun schnell gezeigt, dass ein Gewerbegebiet in dieser Größe auf dem Seidenberg wirtschaftlich undurchführbar ist. Zudem zeigte sich bei der frühzeitigen Beteiligung der Bürger, dass das Projekt auf wenig Akzeptanz stieß. Für eine der beiden Firmen ist ein alternativer Standort in Aussicht. Für die zweite Firma muss noch eine Lösung gefunden werden. Hier bietet sich u.U. das geplante Gewerbegebiet Zange II als Standort an. Es gilt nach wie vor, den Wirtschaftsstandort Siegburg zu erhalten und weiter zu entwickeln, und gleichzeitig den ökologischen Ausgleich zu gewährleisten“, erklärt Astrid Thiel, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN.

„Bereits von Beginn des Planverfahrens an waren wir sowohl mit den beteiligten Firmen als auch mit den Anwohnern und der Bürgerinitiative im Gespräch und haben klargemacht, dass wir ausschließlich auf der Grundlage von Fakten entscheiden werden. Da sind zuletzt viele Dinge zusammengekommen, die eine Bebauung nicht sinnvoll erscheinen lassen, nicht aus Sicht der Stadt und der Umwelt, aber auch aus Sicht der Firmen“, führt Frank Sauerzweig, SPD-Fraktionsvorsitzender, aus. „Wir bedanken uns auch ganz ausdrücklich bei der Bürgerinitiative, die nicht zuletzt gezeigt hat, dass der Klimaschutz für viele Siegburg einen hohen Stellenwert hat.“

„Auf jeden Fall war es richtig, das Bebauungsplanverfahren einzuleiten, um eine objektive Grundlage zu erhalten, um über den Wunsch der Betriebe nach einer Bebauung auf dem
Seidenberg zu entscheiden. Dabei war es für uns wichtig, die Interessen zweier alt eingessener Siegburger Betriebe und ihrer Mitarbeiter zu berücksichtigen“, bekräftigt der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Matthias Horn. „Wir werden jetzt versuchen, für beide Lösungen zu finden, um ihren Betrieb an anderer Stelle im Stadtgebiet zukunftssicher fortführen zu können. Dies ist ein Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion untergegangen ist.“

„Nun ist der Bauherr zu dem Ergebnis gekommen, dass das Gelände für ein Gewerbegebiet wirtschaftlich ungeeignet ist. Damit hat sich das Projekt auf dem Seidenberg erledigt“, so das Fazit der Koalition.

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