Klimanotstand- CDU und FDP sagen Nein zu mehr Klimaschutz

Im Juli befürworteten die GRÜNEN, SPD und Linke den landesweit gestellten Antrag von BUND und Attac, für Siegburg den Klimanotstand auszurufen und die Bemühungen für mehr Klimaschutz zu erhöhen. Die CDU-FDP Mehrheit lehnte den Antrag ab. Stattdessen erklärten sie Siegburg zu einer Insel, auf der es keinen Klimanotstand gebe und ließ alle schon gefassten Beschlüsse zum Klimaschutz noch einmal beschließen – um sich der alleinigen Urheberschaft zu bemächtigen.
 
Vor zwei Tagen forderten die GRÜNEN im städtischen Umweltausschuss, dass für Neubauten und Sanierungen öffentlicher Gebäude die Energieeffiziens um 25 % höher sein, als das Gesetz zurzeit fordert. Damit sollte die europäische Handlungsempfehlung für niedrigstenergie Gebäude, die ab 2020 gilt, auch in Siegburg zur Anwendung kommen. CDU und FDP lehnten auch das ab und erklärten Siegburg wieder zu einer Insel, auf der alles auf einem guten Weg sei, sich die Stadt aber keine klimaneutrale Bauweise leisten könne.
 
Dabei hatte kurz zuvor ein Experte zu einem anderen Tagesordnungspunkt deutlich gemacht, dass eine klimaneutrale nachhaltige Bauweise nicht teurer würde, wenn man die Energieeinsparung über die Nutzungsdauer der Gebäude mit berücksichtigen würde.
 
Bleibt noch zu erwähnen, dass bei den städtischen Gebäuden in Siegburg in den letzten Jahren kein nennenswerter Rückgang des Energieverbrauchs zu verzeichnen ist. Somit trägt auch Siegburg dazu bei, dass die Klimaziele der Bundesregierung nicht erreicht werden. Scheinbar ist Siegburg doch keine Insel.

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