Grüne widersprechen ADFC-Sprecher und Ausbaugegnern

 

Betr.: R-S-Anzeiger vom 24.3.12 „Ein Radweg sorgt für Auseinandersetzung“

 

Jetzt rächt sich, dass die CDU seit Jahren bei dem Ausbau des Trassenabschnitts zwischen Waldstraße und Steinbahn zaudert, statt mit Entschlossenheit den Ausbau voran zu treiben. Durch ihre Unentschlossenheit ging sie jüngst den Gegner einmal mehr auf den Leim, als sie im letzten Planungsausschuss die Forderung der Ausbaugegner nach einer Tieferlegung der Trasse zum Prüfauftrag erhob. Als Dank reagieren die Ausbaugegner nun – noch bevor das Prüfergebnis vorliegt – mit dem Vorwurf, dass die Kosten für die Tieferlegung eine „Verschwendung von Steuergeldern“ bedeuten würde. Anders die Grünen: Sie waren die einzige Fraktion, die gegen den Prüfauftrag stimmte und sich für den Ausbau der gesamten Trasse ausgesprochen haben.

 

Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang ist auch die in dem Artikel widergegebene Stellungnahme des Siegburger ADFC-Sprechers Sebastian Gocht. Nach Informationen der Grünen hält der ADFC Siegburg weiterhin ohne Wenn und Aber an dem gesamten Trassenausbau fest. Eine Diskussion oder gar Beschlussfassung, auf den Trassenausbau aus Kostengründen zu verzichten, hat es beim ADFC bis heute nicht gegeben. Daher werten die Grünen Gochts widersprüchliche Aussagen (Trassenausbau ja, Kosten nein) als Privatmeinung. Gocht wohnt selbst in dem betroffenen Trassengebiet und versucht vielleicht aus falscher Rücksicht auf sein soziales-nachbarschaftliches Umfeld eine Sowohl-als-auch-Haltung an den Tag zu legen.

 

 

Wie die Grünen bereits in der letzten Planungsausschusssitzung deutlich gemacht haben, stellen die wenigen Ausbaugegner ihre überzogenen privaten Interessen über das Allgemeinwohl. Sie verkennen, dass es sich hierbei nicht nur um ein stadtteilrelevantes, sondern vor allem um ein Projekt von regionaler Bedeutung handelt. Auf den Trassenausbau zu verzichten hieße die Radler auf einen Zickzackkurz über mehrere Trassen ferne Straßen und Wege zu führen. Das wäre in der Tat ein wahrer Schildbürgerstreich. Ein sogenanntes „No-Go“.

 

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