CDU betreibt unfairen Wahlkampf

Für den 31.1.2014 hat die Stadtverwaltung zur Sitzung der Wahlwerbekommission eingeladen. Die Verwaltung schlägt vor, mit der Wahlwerbung am 5.3.2014 zu beginnen. Doch die Siegburger CDU hat bereits mit der Wahlwerbung begonnen. Um die besten Plätze für ihre Plakatträger zu sichern, hat sie schon 6 Monate vor der Kommunalwahl ihre Plakatträger in Stellung gebracht und wird sie bis zur Kommunalwahl wohl nicht mehr abräumen.

 

Begonnen hat sie mit der Botschaft „Frohe Weihnachten“. Nach Weihnachten blieben die Plakatträger stehen und wurden mit einer neuen Botschaft überklebt: „950 Jahre Tradition. Siegburg ist schön! Erfolgsreich für Siegburg. CDU“. Wer hätte das gedacht, dass in Siegburg die CDU auf eine 950 jährige Tradition zurückblicken kann? Wie dem auch sei, handelt es sich bei den Plakaten eindeutig um Wahlwerbung. Parallel dazu wurden weitere Plakatträger der CDU mit  Stammtischankündigungen als Platzhalter aufgestellt.

Doch damit nicht genug. In der Innenstadt, zum Beispiel im Bahnhofsbereich, Neue Post-straße und am Markt  wurden Plakatträger, die für Herren- und Kindersitzungen der Blauen Funken werben, aufgestellt. Man fragt sich, warum mit dieser übertriebenen Masse an Plakaten geworben wird? Es würde uns nicht wundern, wenn auch diese Plakatträger bald zu CDU-Wahlwerbeflächen mutieren würden Denn wer genauer hinschaut entdeckt, dass die Plakatträger die gleiche Machart haben wie die Plakatträger der CDU. Zum Teil steht sogar das Kürzel CDU auf der Rückseite. Aufgestellt werden die Plakatträger alle von der Firma, die vor kurzem von der CDU geführten Stadtverwaltung den finanziell lukrativen Zuschlag für die Leerung der Siegburger Abfallkörbe erhielt. Das alles hat für ein Geschmäckle.

Leider hat inzwischen die SPD es der CDU nachgemacht und ihre Plakatträger in Stellung gebracht. Sie plakatiert: „Wir gratulieren 95 Jahre SPD Siegburg“ Damit gratuliert die SPD der SPD. Man sollte sich feiern aber sich nicht selbst gratulieren.

Die Grünen Siegburger jedenfalls werden sich an die Wahlwerbefrist halten und mit fairen Mitteln Wahlkampf machen.

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