Gesamtschule für Siegburg Der Erfolg hat viele Väter und Mütter

Die Grünen Siegburg freuen sich, dass nach über 20 Jahren ihre Forderung nach einer Gesamtschule für Siegburg endlich Wirklichkeit wird. Umso wunderlich erscheint es nun, dass die größten Verhinderer sich nun als die Väter und Mütter der Gesamtschule feiern. Die Ratsfraktion „Sozialliberale Bürger / Die Linken um Margret Werner und Michael Otter reklamieren für sich „6 Jahren harter Arbeit“ für die Gesamtschule. Dabei war Werner bis vor wenigen Monaten – als FDP Mitglied – stets nur für die Beibehaltung der bisherigen Schullandschaft.

Die CDU feiert sich jetzt als Befürworter der Gesamtschule der ersten Stunde. Dabei hat sie zwar 2007 den Errichtungsbeschluss für eine Gesamtschule mitgetragen, aber hinter den Kulissen alles getan, um für Irritation in der Elternschaft zu Sorgen durch das Schüren von Ängsten und das gegeneinander ausspielen verschiedener Schulformen (nach dem Motto: kommt die Gesamtschule stirbt ein Gymnasium) um die Gesamtschule zu verhindern. Das führte dazu, dass die erforderliche Anmeldezahl 2007 nicht zustande kam. Erst als 2012 als ein professioneller und unabhängiger Gutachter deutlich machte, dass eine Gesamtschule die bestehende Schullandschaft in Siegburg bereichert und nicht gefährdet, schwenkte die CDU um. Die Gesamtschule wurde jetzt möglich, weil alle Parteien, auch die CDU, an einem Strick gezogen haben. Wenn die CDU für sich reklamiert immer auf den Elternwillen gehört zu haben, muss daran erinnert werden, dass die CDU viele Jahre jeglichen Antrag auf Elternbefragung zur Feststellung des Gesamtschulbedarfes mit ihrer Stadtratsmehrheit verhindert hat. Aus Grüner Sicht  hätte Siegburg schon vor 20 Jahren eine Gesamtschule haben können.

 

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