Grüne üben Kritik am Umbau des Michaelsberges

Bündnis 90 / Die Grünen begrüßen es, dass das KSI auf dem Michaelsberg auf dem Michaelsberg eine Bildungseinrichtung schaffen möchte. Gleichzeitig war es von Anfang an Ziel und Vorgabe der Politik, so behutsam wie möglich die Realisierung des Bauvorhabens vorzunehmen. Dieses Ziel sehen die Grünen als gefährdet an. Zum einen deswegen, weil eine Tiefgarage oben auf dem Berg geplant ist, wodurch eine erhebliche verkehrliche Mehrbelastung für Mühlenstraße und Bergstraße unvermeidlich wäre. Zu andern ist eine zusätzliche Straße durch das Naherholungsgebiet über die große Wiese auf der Ostseite des Berges geplant.

Eine dauerhafte zusätzliche Straße über die grüne Wiese des Naherholungsgebietes entlang des Altenheimes auf dem Michaelsberg würde diesem Ziel zu wider laufen. Deshalb gilt es mögliche Alternativen in verkehrstechnischer Hinsicht zu prüfen. Eine zeitlich begrenzte Errichtung einer Baustellenzufahrt wäre für unsere Fraktion  eine Ultima Ratio, wenn alle anderen Alternativen sich als unzureichend herausstellen würden.

 

Die Schaffung von Einstellplätzen auf dem Mühlentorplatz hätte den Vorteil, dass die verkehrliche Mehrbelastung nur auf den ersten Metern der Mühlenstraße bis zum Mühlentorplatz stattfände und nicht durch das Nadelöhr der übrigen Mühlenstraße und Bergstraße fließen müsste. Dieser Straßenzug ist heute schon unzureichend.

Durch die Höhe des geplanten Anbaus wird die Silhouette des Michaelsberges tangiert. Durch Wegfallen der Tiefgarage auf dem Berg würde die Silhouette des Wahrzeichens der Stadt weniger tangiert.

Bisher hat lediglich der Ältestenrat sich mit dem konkreten Projekt beschäftigt. Es ist an der Zeit, dass sich die verantwortliche Politik nicht nur mit der Entwicklung des Michaelsberges rund um die Ausbau der Abtei, sondern auch konkret mit der Baumaßnahme selbst und ihren Konsequenzen für den Verkehr und dem Erscheinungsbild des Siegburger Wahrzeichens beschäftigt.

Da uns bewusst ist, dass nicht alle Fragen kurzfristig beantwortet werden können, werden wir ggf. eine Sondersitzung des Planungsausschusses zum Themenkomplex beantragen.

 

In diesem Zusammenhang stellten die Grünen folgende Anfrage:

 

  1. Mit wie viel zusätzlichem Verkehr ist in Zukunft nach Beendigung der Baumaßnahme auf dem Michaelsberg zu rechnen?
  2. Wie könnte die zusätzliche Verkehrsbelastung ohne zusätzlichen Straßenbau bewältigt werden?
  3. Wie ist der Sachstand zur beabsichtigten Baustellenstraße? Ist sie technisch möglich? Wie sähe ihr Verlauf aus? Wer trägt die Kosten? Mit welchen Kosten wird gerechnet?
  4. Trifft es zu dass das angrenzende Altenheim einen Umbau plant. Wenn ja wann und welchen Einfluss hätte dies auf die zusätzliche Baustellenzufahrt?
  5. Mit welchen Kosten rechnet der Bauherr für seine Tiefgarage auf dem Michaelsberg? Welche Kosten entstünden, wenn die Parkplätze per Hoch- bzw. Tiefgarage auf dem Mühlentorplatz gebaut würden?
  6. Könnte durch den Wegfall der Tiefgarage auf dem Michaelsberg der Anbau um eine Etagenhöhe reduziert werden, um die Beeinträchtigung der Silhouette der Abtei zu reduzieren, gegenüber der jetzigen Planung?
  7. Was würde ein Aufzug auf Schienen vom Mühlentorplatz bis zur Abtei kosten? (wie es ihn beispielsweise in Meißen existiert und funktioniert)
  8. Wann sollen die politischen Gremien des Stadtrates über das Bauvorhaben beraten und beschließen. Welche planungsrechtlichen Entscheidungen stehen wann und in welchem Zeitraum an?

 

 

Antrag: Die große Wiese auf der Ostseite des Michaelsberges ist vor dauerhafter Bebauung jeglicher Art zu schützen.

 

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